Pressemeldungen

Linda braucht endlich Glück

Eine CT Untersuchung muss entscheiden,
wie es für die junge Katze weitergeht

Rodewald. Linda ist eine erst drei Jahre alte Katze. Sie lebt draußen und wird seit einiger Zeit vom Verein Glückskatzen in Rodewald mitbetreut. Die kleine Kämpfernatur hat bereits etliche Krankheiten überstanden, doch jetzt benötigt sie dringend eine CT-Untersuchung, die der Verein ohne Spenden nicht stemmen kann.

Die Leidensgeschichte der jungen Katze: „Ein schlimmer Katzenschnupfen ärgert Linda seit ihrer Geburt. Ein Stahlgitter brach ihr 2015 alle Zehen der Hinterpfote. Eine Flohkotallergie hatte sie 2016 sämtliches Fell verlieren lassen. 2017 wuchs ein seltener Tumor auf der Oberlippe so rasant, dass sie schon bald nicht mehr an ihr Futter kam“, zählt der Verein auf.
Den Schnupfen hat sie immer irgendwie überstanden. Auf der verkrüppelten Pfote läuft sie trotzdem. Das Fell ist nach einer Behandlung nachgewachsen. Der Tumor ist entfernt. „Linda ist eine echte Kämpferin, sie hat alles tapfer hingenommen und hat ihren Lebenswillen nie verloren. Sie war fröhlich und hatte sich wirklich gut gemacht.“
Bis vor einer Woche. Binnen einiger Tage wurde sie sehr krank. Sie stellte das Fressen und die Fellpflege ein. Auffällig war, dass sie Probleme mit dem Gleichgewicht hatte. Da Linda draußen lebt, kam niemand so schnell an sie heran. Dann hatte sie sich auch noch versteckt – niemand wusste wo sie war.
Als sie endlich gefunden wurde, war sie so erschöpft, dass sie vermutlich ohne Hilfe schon sehr bald darauf gestorben wäre. Sie wurde sofort mit allem versorgt, was ging. Körperlich erholt sie sich seither jeden Tag. Sie frisst wieder und nimmt an ihrer Umgebung teil. Das Problem mit dem Gleichgewicht allerdings ist geblieben.
Alle Untersuchungen und auch ein Röntgenbild geben nicht wirklich Aufschluss darüber, was eigentlich mit ihr los ist. „Da sie sich unter Aufsicht so gut erholt, möchten wir ihr die Chance auf Heilung und Besserung nicht verwehren“, so Heike Husmann vom Glückkatzen Verein in Rodewald, in dessen Obhut sich die Katze derzeit befindet. Notwendig für jede weitere Behandlung ist eine Computertomografie. „Ohne CT gibt es keine gesicherte Diagnose und ohne Diagnose kann es keine Behandlung geben“, ist die Aussage von Birgit Schneider, 1. Vorsitzende des Vereins. „Wird sie nicht behandelt, müssen wir sie vermutlich einschläfern, denn in diesem Zustand hat sie keine Lebensqualität“.
„Linda war keine zahme Katze, als wir sie kennen lernten. Sie war sehr scheu und zurückhaltend. Durch die vielen Behandlungen ist sie zutraulich geworden. Heute ist sie eine sehr liebe, verschmuste, junge Katzendame. Wir hoffen, dass wir Linda helfen können und auf ein bisschen Glück für die liebenswerte Katze. Wir würden sie gern untersuchen lassen und ihr mit der richtigen Behandlung endlich die Möglichkeit auf ein schönes Katzenleben geben“, wünscht sich der Vereinsvorstand.
Dafür braucht der Verein Glückskatzen Unterstützung. Eine CT Untersuchung und auch eine anschließende Behandlung oder Operation kosten viel Geld. Wer dem Verein bei der Behandlung von Linda helfen möchte, kann auf das Vereinskonto Glückskatzen – Tierhilfe in Rodewald e.V., IBAN: DE42256900090441116100, BIC: GENODEF1NIN,
Volksbank eG Nienburg, spenden. Auch vielen anderen Katzen kann mit einer Spende geholfen werden. Außerdem sucht der Verein für Linda eine Zuhause oder eine Dauerpflegestelle, wo Linda nach der Genesung unter Aufsicht ein schönes Leben führen kann. Wer Interesse hat, meldet unter Tel. 01525 1592772.

 

„Selbstständiges Klettern ist für Linda in ihrem jetzigen Zustand nicht mehr möglich. Auch ihr Sehvermögen scheint derzeit eingeschränkt. Bei vielen Dingen benötigt sie die Unterstützung“, erklärt Heike Husmann.
Irgendetwas ist in Lindas Kopf überhaupt nicht in Ordnung. Was es genau ist, muss eine bildgebende Untersuchung zeigen.
„Linda erholt sich täglich. Ihr Fell glänzt und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man glauben, sie sei kerngesund.“ so Heike Husmann.
„Weder der Katzenschnupfen noch ein großer Tumor konnten Linda bisher umhauen. Wir hoffen, dass sie auch diese Hürde meistert“, wünscht sich Heike Husmann von den Glückskatzen.

Tierschutz – auch für Menschen

Rodewald: „Vier Pfoten“ unternimmt Kastrationsaktionen für Streunerkatzen 

30.01.18

© Max Brinkmann

Rodewald/Steimbke – Von Max Brinkmann.  Deutschland hat ein Problem mit Streunerkatzen. Laut der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ leben gut zwei Millionen Katzen in Deutschland auf freiem Fuß. Unter anderem können sie gefährliche Krankheiten übertragen. Ein Hotspot der Streunerkatzen ist die Gemeinde Rodewald. Dort wurde zum Jahreswechsel die Kastrationspflicht verhängt.

Durch den Verein „Glückskatzen – Tierhilfe in Rodewald“ kam der Stein ins rollen. Vor drei Jahren haben die Mitglieder angefangen, sich dem Problem der Streunerkatzen auseinander zu setzen. Der Verein kastriert, versorgt und vermittelt die Katzen. Zurzeit sind 55 Streunerkatzen in Betreuung. Nach einem Monitoring – einer Zählung der Katzen – wurde klar, dass Rodewald ein Brennpunkt ist.

Die Gemeinde wurde darüber informiert, dass es wahrscheinlich noch rund 200 Katzen im Gebiet gibt, die noch nicht gefunden wurden. Daher ordnete die Verwaltung an, dass ab Januar 2018 Kastrationspflicht herrsche. Doch was genau heißt das? „Katzenhalter, die ihrer Katze die Möglichkeit gewähren, sich außerhalb der Wohnung ihres Halters frei zu bewegen, haben diese zuvor von einem Tierarzt kastrieren und mittels Mikrochip kennzeichnen zu lassen.“, heißt es in der Verordnung.

Streunerkatzen oft Krankheitsträger

Der Grund ist einfach: Streunerkatzen paaren sich mit Hauskatzen und vergrößern so über die Zeit die Population. Jede unkastrierte Hauskatze mit Freigang trägt zum Wachstum der Streunerpopulation bei. Da Katzen bereits mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif werden und pro Jahr zwei Würfe mit mindestens drei Kätzchen großziehen können, wird die Situation stetig schlimmer. Außerdem leiden Streunerkatzen an unbehandelten Infektionskrankheiten wie Leukose, FIP (Bauchfellentzündung) und FIV (Katzen-Aids), die auf andere übertragen werden können. Gerade Katzen-Aids kann laut Tierärztin Sabine Neubert innerhalb von vier Wochen zum tod des Tieres führen.

Auch die Möglichkeit von Zoonosen (Krankheiten die von Tier auf Mensch übertragen werden können) soll unterdrückt werden. Also sind mit der Kastrationspflicht auch Menschen vor Krankheiten besser geschützt. Jede Kommune muss sich selbst um die Streunerkatzen kümmern – das ist nicht gerade günstig. Auf Dauer senkt die Kastrationspflicht also auch die Kosten für die Gemeinde.

Samtgemeindebürgermeister Knut Hallmann erklärt: „Unser Ziel ist das Tierwohl. Wir wollen Haltern weder in die Haltung eingreifen noch sie kriminalisieren, falls sie ihre Katze nicht registrieren lassen.“ Birgit Schneider von „Glückskatzen“ appelliert: „Jeder muss mitmachen, ansonsten bringt es nichts.“

Ärzte sprechen sich für Kastrationspflicht aus

Den Anfang macht die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. Schon in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen haben sie die Katzenpopulation erfolgreich eingedämmt.Seit dieser Woche führen Sarah Ross und Manuela Stau von „Vier Pfoten“ mit den Mitgliedern von „Glückskatzen“ Kastrationsaktionen in Rodewald durch. Es werden Käfigfallen aufgestellt und sobald eine Streunerkatze in den Käfig läuft, wird sie zur Kastration zum Tierarzt gebracht.

Die Ärzte unterstützen die Kastrationspflicht übrigens auch. Katzen können beispielsweise in der Praxis von Dr. Edriss (Rodewald) von Dr. Michael Sippel (Steimbke) oder in der tierärztlichen Gemeinschaftspraxis Mariensee (Neustadt) durchgeführt werden. Das Kastrieren einer weiblichen Katze kostet 140 Euro, das einer männlichen 85 Euro.

Alle Beteiligten sind sich einig: Jeder sollte mitziehen, damit es den Katzen bald wieder richtig gut gehen kann. „Der erste Schritt ist getan“, meint Hallmann. Was in den nächsten drei Jahren – so lang gilt die Kastrationspflicht – passiert, bleibt abzuwarten

Presseartikel im Blickpunkt vom 30.1.2018


DIE HARKE vom 31. Januar 2018


Katzenhilfe RodewaldTrini sucht Spender für Ohr-Operation

Der Verein Glückskatzen – Tierhilfe in Rodewald sucht Spender für eine Operation. Das notleidende Tier heißt Trini, lebt in einem Pferdestall und leidet wegen eines Polypen im Ohr an Gleichgewichtsstörungen. Jetzt wird nach Hilfe gesucht.

Gezeichnet vom Leben: Katzendame Trini meisterte stets tapfer ihr Schicksal. Jetzt braucht sie mensch­liche Hilfe. Quelle: Tierhilfe Rodewald

Rodewald. Trini, schreibt der Rodewalder Verein, ist eine betagte Katzendame. Als Mitglied einer ständig wachsenden Katzengruppe, die unter chronischem Katzenschnupfen, Krankheiten, Unfällen und Mangelernährung litt, verbrachte sie den größten Teil ihres Lebens in einem alten Stallgebäude. All ihre Freunde und unzählige Nachkommen hat sie überlebt. Aus einer mehr als 30-köpfigen Population ist Trini als einzige übrig geblieben und wird jetzt vom Verein Glückskatzen versorgt. Trini lebt mittlerweile in einem anderen Pferdestall. Die Sattelkammer ist ihr Wohnzimmer.

„Wir freuen uns, dass wir Trinis letzten Lebensabschnitt komfortabler gestalten können. Leider hat sich in ihrem Ohr ein Polyp gebildet, der große Probleme macht. Er verursacht eine Entzündung und beeinträchtigt das Gleichgewicht. Alle Behandlungen mit Medikamenten waren erfolglos“, schreibt Vereinsmitglied Susanne Thieße, „Trini muss operiert werden.“

Der Verein bittet um Spenden für diese Operation. Die Kontaktdaten: Telefon (01525) 1592772; die Internetseite hat die Adresse www.glueckskatzen-rodewald.de; die E-Mail-Adresse lautet post@glueckskatzen-rodewald.de.

Presseartikel HAZ 24.10.2017


Wenn die Katze einen Namen bekommt

September 2017

Dank an Spender / Rodewalder Verein hofft auf Einführung der Kastrationspflicht in der Gemeinde

Der Verein Glückskatzen – Tierhilfe in Rodewald e.V. kümmert sich in Rodewald um jene Katzen, die namenlos ihr Dasein in Schuppen, Garagen und anderen Verstecken fristen. „Jeden Tag muss jedes Tier den Kampf ums Überleben antreten. Einige schaffen es irgendwie, viele sterben an Krankheiten, Hunger, Parasiten“, berichtet der Vereinsvorstand.

Der kleine Freddy kam mit Katzenschnupfen zum Verein. Er konnte rechtzeitig behandelt werden, bevor der Schnupfen chronisch wurde. „Jetzt glänzen seine Augen wieder, wie es sich für ein Katzenkind gehört“, freut sich der Verein.

Durch die Arbeit rund die Streunerkatze sei das Elend dieser Tiere jedoch bereits ein bisschen mehr in das Blickfeld der Bürger in Rodewald getreten. Immer mehr Menschen würden sich bei Vereinsmitgliedern melden und um Hilfe für die leidenden Tiere bitten. Vor allem die Problematik der unkontrollierten Vermehrung würde von vielen nun wahrgenommen. Fragen nach Kastration und Behandlungsmöglichkeiten nähmen zu. „Viele wollen das Katzenleid nicht mehr mit ansehen“. Dieser Trend freut die Vereinsvorsitzenden sehr und sie rufen weiterhin auf, alle Katzensichtungen zu melden.

Die große Hoffnung der Vorstandsmitglieder Birgit Schneider, Heike Husmann und Dr. Amelie Kraemer ist, dass der Samtgemeinderat dem bereits im Mai eingereichten Antrag auf die Einführung einer Kastrations- und Registrierungspflicht in Rodewald nachkommt und bereits in diesem Winter mit größer angelegten Kastrationsprojekten einer ungewollten Vermehrung im nächsten Frühjahr vorgebeugt werden kann.

„Ein toller Erfolg war die Aktion in Rodewald-Neudorf Anfang 2017. 13 Katzen und Kater konnten kastriert werden. Und das Beste: in diesem Frühjahr musste niemand kleine Katzenbabys totgefahren von der Straße holen“, freut sich Birgit Schneider, 1. Vorsitzende des Vereins. Ungewollter Nachwuchs blieb aus. Den Tieren geht es gut. Sie werden mit Futter und Fürsorge versorgt. „Ermöglicht hat diesen Erfolg nicht zuletzt die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung. „Für die tolle Unterstützung bedankt sich der Verein Glückskatzen noch einmal ausdrücklich. Auch noch vielen weiteren Katzen konnte mit dem Spendengeld bereits geholfen werden“, so die Rodewalderin.

Ein großes Problem für den Verein ist die derzeit hohe Anzahl erkrankter Tiere: furchtbarster Katzenschnupfen, Autoimmunkrankheit mit offenen Pfoten, alte Knochenbrüche mit Arthrose, Entzündungen, Tumoren, verletzte Augen, extremster Parasitenbefall, Unterernährung und mehr. „Manche Tiere sind einfach so krank, dass wir sie erlösen müssen. Solch gravierende Krankheitsverläufe findet man bei Tieren, die in menschlicher Obhut leben, glücklicherweise selten“, so Dr. Amelie Kraemer. Viele der aufgegriffenen Katzen sind momentan überdurchschnittlich lange beim Tierarzt, weil eine Behandlung oder gar Operation notwendig wird.

Die kleine Maja kam als Notfall in die Sprechstunde. Sie wäre beinahe an Blutarmut, verursacht durch massiven Flohbefall, gestorben.

Stellvertretend für alle Patienten bittet Maja darum um Spenden. Die kleine Katze ist mit ca. 10 Wochen völlig erschöpft aufgefunden worden. Fast verhungert, stark unterkühlt und ausgetrocknet. Mehr als 1 kg hätte sie wiegen müssen, es waren kaum 700 g. Der Grund, warum das Katzenkind dem Tod so nahe war, war der extreme Flohbefall. Bei jungen Katzen oder geschwächten Tieren kann ein massiver Befall eine lebensbedrohliche Blutarmut verursachen. Die Tiere werden regelrecht ausgesaugt. Drei Tage lang bekam sie eine Intensivbehandlung beim Tierarzt, dann war sie endlich über den Berg. „Die Hilfe für Maja hätte keine Sekunde später kommen dürfen. Für ihre Geschwister konnten wir nichts mehr tun“, bedauert Birgit Schneider.

„Das kleine Katzenmädchen hat Glück gehabt. Sie wurde gesehen, sie bekam einen Namen und wir konnten ihr helfen“, so der Verein. Wer dem Verein helfen möchten, kann auf das Glückskatzen-Konto Nr. IBAN: DE42256900090441116100, BIC: GENODEF1NIN, Volksbank eG Nienburg, spenden. Wer eine Katze, oder eine größere Population von Katzen melden möchte, kann dieses unter der Telefonnummer 01525 1592772 oder Email an post@glueckskatzen-rodewald.de tun.

Bei der Kastration von Lucky stellte sich heraus, dass er unter massiven Arthrosen als Folge unbehandelter Knochenbrüche leidet.


Wir fordern Kastrationspflicht für Katzen

Rodewald (Lkr. Nienburg/Weser), 8. Juni 2017 – Um das Leiden der Streunerkatzen in der Samtgemeinde Steimbke nachhaltig zu reduzieren, haben die Stiftung VIER PFOTEN und der örtliche Tierschutzverein „Glückskatzen – Tierhilfe in Rodewald“ jetzt einen Antrag eingereicht. Die Tierschützer fordern eine behördliche Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hauskatzen mit Freigang. Dann würden die Freigänger nicht länger zur stetig wachsenden Streunerpopulation beitragen.

VIER PFOTEN bittet um Mithilfe der Bevölkerung
Sollte die Samtgemeinde Steimbke dem Antrag zustimmen, wird VIER PFOTEN gemeinsam mit dem Verein „Glückskatzen – Tierhilfe in Rodewald“ eine Kastrationsaktion vorbereiten. Dafür benötigen die Tierschützer konkrete Zahlen zur Population der Streunerkatzen und bitten schon jetzt um die Mithilfe der Bevölkerung: Wer kennt die Aufenthaltsorte oder Verstecke der streunenden Katzen, und wie groß sind die Populationen etwa?

Sarah Ross, Heimtierexpertin von VIER PFOTEN:
„Wenn Sie einen Hof, einen Parkplatz oder ein Waldgebiet kennen, in dem viele Streunerkatzen leben, melden Sie sich bitte bei uns. Dann können wir so früh wie möglich mit den Planungen anfangen. Wir sind optimistisch, dass die Samtgemeinde unserem Antrag zustimmen wird.“ Unter der Telefonnummer 01525-1592772 oder der E-Mail-Adresse post@glueckskatzen-rodewald.de werden alle Hinweise zu den Aufenthalten der Streuner vertraulich aufgenommen.

In Rodewald leben Hunderte Streunerkatzen
Sie leiden an Hunger, Parasiten und unbehandelten Infektionskrankheiten wie Leukose, FIP (Bauchfellentzündung) und FIV (Katzen-Aids). Die meisten Streunerkatzen sterben jung: Nur vier Jahre alt wird eine wildlebende Katze im Durchschnitt, Wohnungskatzen dagegen zwischen 12 bis 14 Jahren.

Warum gibt es so viele Streunerkatzen?
Eine Katzenpopulation entsteht nicht über Nacht. Streunerkatzen paaren sich mit Hauskatzen mit Freigang und vergrößern so über die Zeit die Population. Besonders in ländlichen Gebieten mit Bauernhöfen sind große Katzengruppen anzutreffen. Jede unkastrierte Hauskatze mit Freigang trägt zum Wachstum der Streunerpopulation bei. Da Katzen bereits mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif werden und pro Jahr zwei Würfe mit mindestens drei Kätzchen großziehen können, wird die Situation stetig schlimmer.

Bundesweite Lösung in weiter Ferne
VIER PFOTEN fordert und unterstützt die Einführung einer bundesweiten Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Hauskatzen. Die Stiftung ist im Gespräch mit Politikern des Bundesministeriums für Landwirtschaft. Eine bundesweite gesetzliche Regelung scheint jedoch noch in weiter Ferne zu liegen. Bis es soweit ist, arbeitet VIER PFOTEN zusätzlich intensiv auf lokaler Ebene. Über 350 Städte und Gemeinden haben bereits eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen erlassen.

___

Pressemitteilung Vier Pfoten vom 8. Juni 2017
___

Verein „Glückskatzen – Tierhilfe
in Rodewald“ bittet um Spenden
für ein Projekt vor Ort

SPENDENKONTO „Glückskatzen“, Tierhilfe in Rodewald
IBAN: DE42256900090441116100 BIC: GENODEF1NIN

RODEWALD Privat kümmern sie sich bereits seit Jahren um streunende und leidende Katzen in Niedersachsens längstem Dorf. Ende 2016 haben sie nun einen gemeinnützigen Verein gegründet, um noch effektiver helfen zu können: „Glückskatzen“, Tierhilfe in Rodewald, heißt der Verein, hinter dem die Rodewalder Tierärztin Dr. Amelie Kraemer, Birgit Schneider, Heike Husmann, Susanne Thieße, Torsten Husmann und Kambiz Akhavan als Gründungsmitglieder stehen.

Lange haben die Gründungmitglieder mit großem zeitlichen und eigenem finanziellen Einsatz dafür gesorgt, dass viele Rodewalder Streunerkatzen kastriert, versorgt und möglichst vermittelt worden sind. Doch privat war all dies irgendwann nicht mehr zu stemmen, darüber hinaus hat sich der Verein die Einführung einer Kastrationspflicht für alle freilebenden Katzen zum Ziel gesetzt. „Jede unkastrierte Katze mit Freigang unterhält die Fortpflanzungskette der frei lebenden Tiere und trägt damit zu viel Schmerzen, Leiden und Schäden bei“, weiß das „Glückskatzen“-Team.

Vor und nach der Kastration – Hanni

Bei ersten, „sehr netten Gesprächen“ mit Ratsmitgliedern und Verwaltung sowie Informationsveranstaltungen zu diesem Thema fand der neugegründete Verein offene Ohren für sein Anliegen. Auch Tierärzte der Gemeinde und der Nachbargemeinden wurden einbezogen. Eine großartige Chance für die Gemeinde sieht der Verein in der Zusammenarbeit mit der internationalen Stiftung „Vier Pfoten“, die finanziell, personell und logistisch Kastrationsaktionen unterstützt. Voraussetzung dafür ist jedoch die Erlassung einer Kastrationsverordnung durch die Kommunen. Denn, da sind sich „Vier Pfoten“ und „Glückskatzen“ einig, nur durch eine Kastration aller Katzen mit Freigang könne das Problem nachhaltig behoben werden.

Bis entsprechende Verordnungen umgesetzt sind, brauchen die Katzenhelfer jetzt jedoch aktuell und sehr dringend finanzielle Unterstützung für einen weiteren Streuner-Großeinsatz vor Ort. „In Rodewald u.B. leben 17 bis 20 Tiere in einer Gruppe, alle bisher unkastriert. Zweimal pro Jahr findet man tote, überfahrene Katzenwelpen, die bei der Nahrungssuche dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Nachbarn haben auf das Problem aufmerksam gemacht und um Hilfe gebeten, da die Katzenpopulation mit jedem Jahr erheblich größer wird und damit auch das Leid dieser Tiere“, sagen die Vereinsmitglieder.

Diese Population soll aber unbedingt vor der bald einsetzenden, nächsten Fortpflanzungsperiode („Maikätzchen“) kastriert werden. Deshalb bittet der Verein um Spenden, damit „zumindest diese Katzengruppe endlich aus der Elendsschleife ausbrechen kann“. Nach gut überstandener Kastration werden die scheuen Streuner übrigens wieder an ihren gewohnten Ort gebracht und dort versorgt. Es werden Futterstellen errichtet und die Tiere durch regelmäßige Kontrollen überwacht und bei Bedarf medizinisch versorgt.

Wer dem Verein „Glückskatzen- Tierhilfe in Rodewald“ mit einer Spende helfen möchte, kann sich unter den Kontaktdaten informieren oder direkt spenden.

Tierärztliche Behandlungen  gehören leider immer wieder dazu. Viele der frei lebenden Katzen sind krank oder haben eine Verletzung.
Futterstelle:  Die Katzen werden täglich mit Futter und frischem Wasser versorgt. Das Reinigen der Näpfe und der Schlafplätze gehört zu den Aufgaben des Vereins.

 

Hintergrund

Rund zwei Millionen Streunerkatzen gibt es in Deutschland. Immer ist es der Nachwuchs von unkastrierten Haus- und Hofkatzen mit Freigang, der dann hungrig und meist auch noch sehr krank, sein Dasein unter denkbar schlechten Lebensbedingungen fristen muss.
Da Streunerkatzen medizinisch nicht versorgt werden, sind sie oft Überträger von Krankheiten wie Leukose, FIP (Bauchfellentzündung), FIV (Katzenaids) und Parasiten. Viele sterben langsam und qualvoll.
Durchschnittlich drei Kätzchen pro Wurf kann eine Katze großziehen. Und das zweimal im Jahr. Eine Katze „produziert“ so in nur einigen Jahren Nachwuchs, dessen Zahl in die Tausende geht.
Auf dem Land ist es leider immer noch üblich, die Katzenwelpen auf furchtbare Weisen zu töten. Das ist eine strafbare Handlung und  man kann hierbei wohl nicht mehr von einem „zivilisierten“ Umgang mit Tieren sprechen.
Die generelle Kastration der Katzen mit Freigang ist die einzige Lösung, dem „Problem Streunerkatzen“ zu begegnen.
Etliche niedersächsische Kommunen haben eine Kastrationsverordnung bereits umgesetzt, unter anderem Nienburgs Nachbarlandkreis Diepholz mit 46 Gemeinden.
Artikel in der Zeitung DIE HARKE über den Verein Glückskatzen

Tierschutz, Kastration, Kastrationspflicht, Streunerkatzen, Katzen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen