Unerträgliches ertragen

Die liebe Glenny (die Katze mit dem schlimmen Abszess im Gesicht) ist mal wieder ein Beispiel dafür, wie Tiere mit ihrem Schicksal umgehen. Sie jammern nicht, sie hadern nicht – wenn sie sich entschieden haben zu leben, ertragen sie viel. Glenny hat sich entschieden weiter zu leben und wir können es nicht anders formulieren – sie ist eine vorbildliche Patienten und tut alles dafür, dass es ihr bald besser geht.

Das ist in ihrer Situation eigentlich nicht viel, aber letztlich doch „Alles“ was nötig ist. Denn wenn Glenny nicht so artig jeden Tag ihre Medikamente essen würde, hätte sie einfach keine Chance. Drei mal pro Tag kommen wir mit vermutlich nicht sehr leckeren Mittelchen daher und (toi, toi, toi) bisher hat sie nie das Schnäuzchen verzogen und brav alles hinuntergewügt. Das Antibiotikum ist lebensnotwendig für sie, denn ohne hätten die vielen Bakterien des Abszesses freie Bahn.

Noch einmal musste Glenny sich die furchtbare Wunde reinigen lassen. Dazu musste sie erneut in Narkose gelegt werden. Nach der „Reinigung“ (Entfernen von totem Gewebe und Haut) sah die Wunde wieder schlimm aus. Aber diese Reinigung ist wichtg, damit gesundes und lebendes Gewebe über das Loch wachsen kann. Vermutlich wird sie diese Prozedur noch einige Male über sich ergehen lassen müssen.

Aber … ihre Tierärztin war erst einmal zufrieden mit dem IST-Zustand. Mehr kann man nach dieser Zeit nicht erwarten. Glenny wird noch ziemlich lange brauchen, bis sie wieder Draussen herumtoben kann. Wir hoffen, dass die Heilung so weiter verläuft und Glenny den Sommer dann wieder genießen kann. Sie ist sehr tapfer und ein sehr lieber kleiner Patient.

Alles ist anders …

… als gedacht … Leider! Die vermutete Diagnose aller Ärze den Tumor unseres Pfleglings Walli betreffend, hat sich nicht bestätigt. Die Pathologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover hat nun herausgefunden, dass Walli gar keinen Gesäugetumor hatte, sondern ein Sarkom. Ein Rhabdomyosarkom. Sehr selten bei Katzen. Es betrifft dann aber immer Jungtiere. Leider ist dieser Tumor auch nicht gutartig, sondern ziemlich böse. Die Proben, die während einer solchen OP immer genommen werden vom Rand des Operationsfeldes waren zwar tumorzellenfrei, aber bei der Größe des Sarkoms ist leider nicht auszuschließen, dass Zellen übrig geblieben sind. Wir können nun nichts weiter tun, als mit und für Walli zu hoffen, dass sie noch eine ganze Weile bei uns bleiben kann. Wir werden sie behalten und als Dauerpflegekätzchen weiter versorgen. Die Zeit, die ihr bleibt, soll sie in vollen Zügen genießen. Dafür tun wir unser Möglichstes.

Momentan ist sie wirklich gut drauf. Trotz der großen Operationswunde erholt sie sich hervorragend. Man merkt ihr deutlich an, dass sie sich ohne dieses Monstrum unter dem Bauch sehr viel besser fühlt. Sie frisst mit gutem Appetit ihren Napf immer leer, sie schmust und fängt auch endlich wieder an zu spielen …

Am Dienstag werden die Fäden gezogen und dann kann der „olle“ Kragen endlich ab. Jetzt schon ist Walli viel lebhafter und fröhlicher als vor der Operation. Ohne die Halskrause wird sie dann endlich richtig durchstarten – da sind wir uns sicher. Walli und wir sagen hier noch einmal DANKE an alle Spender, die die Operation möglich gemacht haben. Es war trotz der unerwartet schlimmen Diagnose nicht vergeblich, denn zumindest aktuell haben wir Walli damit sehr geholfen. Und was die Zukunft bringt ist letztendlich nie gewiss …

Wir können nur hoffen, dass dieser Zustand noch lange so bleibt. Manchmal geschehen auch Wunder … warum nicht auch für Walli … wir werden sehen.

Einfach nur Schrecklich

… ist der Anblick dieser Katze. Wir haben sie Glenny gennant. Sie ist seit Jahren in einer größeren Katzengruppe unterwegs. Eine süße kleine schwarze Katze … nun hatte die Futtergeberin sie in ihrem Ziegenstall im Heu gefunden. Sie sah sehr krank aus und bewegte sich kaum. Einige Tage sind vergangen bei dem Versuch sie irgendwie einzufangen. Gestern ist es nun endlich geglückt. Die eigentliche Vermutung war, dass sie einen Autounfall hatte. Was dann zum Vorschein kam, ist einfach nur furchtbar. Sie musste solche Qualen ausgehalten haben.

Kein Autounfall, sondern ein Abszess, verursacht durch eine Bissverletzung hat Glennys komplette Wange aufgefressen. Sie muss eine fürchterlich dicke Backe gehabt haben. Der Abszess ist nun aufgegangen und die ganze Wange ist einfach verschwunden. Eiter und Entzündung haben das Fleisch zerstört, ebenso das Zahnfleisch und den Unterkieferknochen. Viel zu lange ist die arme Katze unbehandelt draußen herum gelaufen. Erst als sie nun todkrank in einer Ecke lag ist aufgefallen, dass sie so krank ist.

Sie befindet sich nun in unserer Obhut, weil sie sonst nicht untergebracht werden konnte. Sie wird behandelt mit Antibiotika und Schmerzmittel. Sie hat eine Infusion bekommen, da sie schon sehr ausgetrocknet war. Sie ist dem Tod ganz knapp von der Schippe gesprungen. Ihr Futter hat sie heute Nacht komplett aufgegessen. Also hat sie sich noch nicht aufgegeben und will leben.

Wir müssen nun hoffen, dass Gewebe nachwächst und die Wange wieder verschließt. Wir müssen abwarten, wie sie sich entwickelt. Vor allem muss das Antibiotikum in die Katze.

Leider lässt Glenny sich wieder mal nicht anfassen. Es wäre alles so viel einfacher für alle Beteiligten, wenn sie eine händelbare Katze wäre. Die Gewöhnung an die Hand des Menschen hat man leider mal wieder verpasst.

Glennys Wange. Anschauen auf eigene Verantwortung

Hier ist ein Link, der die Ausmaße der massiven Läsion zeigt. Es ist nichts für schwache Nerven. Deshalb zeigen wir das Foto nur als Link. Jeder muss selbst entscheiden, ob er es ansehen will. Was es aber sehr deutlich zeigt: Eine simple Bissverletzung kann solche Folgen haben, wenn sie nicht versorgt wird.
Man kann erahnen, was die vielen Streuner, die irgendwo im Verborgenen leben so alles erleiden müssen – unbemerkt und ohne jegliche Chance auf Hilfe.
Glenny bleibt nun die Hoffnung, dass die Behandlung greift und die große Wunde irgendwann wieder zugeht. Wir hoffen mit ihr.

Tierschutz, Kastration, Kastrationspflicht, Streunerkatzen, Katzen

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