Unerträgliches ertragen

Die liebe Glenny (die Katze mit dem schlimmen Abszess im Gesicht) ist mal wieder ein Beispiel dafür, wie Tiere mit ihrem Schicksal umgehen. Sie jammern nicht, sie hadern nicht – wenn sie sich entschieden haben zu leben, ertragen sie viel. Glenny hat sich entschieden weiter zu leben und wir können es nicht anders formulieren – sie ist eine vorbildliche Patienten und tut alles dafür, dass es ihr bald besser geht.

Das ist in ihrer Situation eigentlich nicht viel, aber letztlich doch „Alles“ was nötig ist. Denn wenn Glenny nicht so artig jeden Tag ihre Medikamente essen würde, hätte sie einfach keine Chance. Drei mal pro Tag kommen wir mit vermutlich nicht sehr leckeren Mittelchen daher und (toi, toi, toi) bisher hat sie nie das Schnäuzchen verzogen und brav alles hinuntergewügt. Das Antibiotikum ist lebensnotwendig für sie, denn ohne hätten die vielen Bakterien des Abszesses freie Bahn.

Noch einmal musste Glenny sich die furchtbare Wunde reinigen lassen. Dazu musste sie erneut in Narkose gelegt werden. Nach der „Reinigung“ (Entfernen von totem Gewebe und Haut) sah die Wunde wieder schlimm aus. Aber diese Reinigung ist wichtg, damit gesundes und lebendes Gewebe über das Loch wachsen kann. Vermutlich wird sie diese Prozedur noch einige Male über sich ergehen lassen müssen.

Aber … ihre Tierärztin war erst einmal zufrieden mit dem IST-Zustand. Mehr kann man nach dieser Zeit nicht erwarten. Glenny wird noch ziemlich lange brauchen, bis sie wieder Draussen herumtoben kann. Wir hoffen, dass die Heilung so weiter verläuft und Glenny den Sommer dann wieder genießen kann. Sie ist sehr tapfer und ein sehr lieber kleiner Patient.