Tapfere Trini

Katzendame leidet unter Gleichgewichtsstörungen durch Ohrpolyp

Trini ist eine betagte Katzendame, die in ihrem Leben wohl schon alle Herausforderung eines Katzenlebens gemeistert hat. Als Mitglied einer ständig wachsenden Katzengruppe, die unter chronischem Katzenschnupfen, Krankheiten, Unfällen und Mangelernährung litt, verbrachte sie den größten Teil ihres Lebens in einem alten Stallgebäude. „Sie war schon immer irgendwie da.“ All ihre Freunde und unzähligen Welpen hat sie überlebt. Aus einer mehr als 30-köpfigen Population ist Trini als einzige übriggeblieben und wird nun durch den Verein Glückskatzen – Tierhilfe in Rodewald versorgt. „Ihr genaues Alter können wir nur schätzen“, so Vereinsmitglied Susanne Thieße.

Trini lebt mittlerweile in einem sehr schönen Pferdestall. Die Sattelkammer ist ihr Wohnzimmer. Sie fühlt sich in ihrem neuen Zuhause sehr wohl, genießt die Tage, das gute Futter und die liebevolle Fürsorge. „Wir freuen uns, dass wir Trinis letzten Lebensabschnitt endlich komfortabel gestalten können. Leider hat sich in Trinis Ohr ein Polyp gebildet, der große Probleme macht. Polypen sind gutartige Wucherungen, die im Mittelohr und im Nasenrachenraum auftreten können. Bei Trini verursacht er nicht nur eine Entzündung mit eitrigem Ausfluss, sondern beeinträchtigt auch das Gleichgewichtsorgan. Medikamentös wurde jede Möglichkeit der Behandlung probiert, alles leider ohne Erfolg. „Wenn Trini noch ein lebenswertes Leben führen soll, muss sie operiert werden“ berichtet der Vorstand des Rodewalder Tierschutzvereins. „Eine CT-Aufnahme muss erstellt werden und dann wird der Polyp mittels einer speziellen Zange in Vollnarkose entfernt.“

Der Verein Glückskatzen in Rodewald bittet um Spenden: Die Spender können einen Beitrag dazu leisten, dass die letzten, hoffentlich noch zahlreichen Lebensjahre für Trini und auch viele andere Katzen lebenswert bleiben. Spendenkonto IBAN: DE42256900090441116100, BIC: GENODEF1NIN, Volksbank eG Nienburg.

 

Gezeichnet vom Leben: Katzendame Trini meisterte stets tapfer ihr Schicksal. Jetzt braucht sie menschliche Hilfe.
Hintergrund Katzenschnupfen:

Katzenschnupfen kann für die Katze lebensbedrohlich werden und sollte nicht verharmlost werden. Ursache können Viren oder teilweise auch Bakterien sein. Der virusbedingte Katzenschnupfen ist für andere Katzen hochansteckend. Tränende Augen, Nasenausfluss, Niesen und Appetitmangel sind erste Symptome. Fieber kommt hinzu, die Tiere sind matt und geschwächt. Schwerwiegende Komplikationen wie Lungenentzündung, Geschwüre der Mundschleimhaut, Nase, Zunge, Zahnfleisch und Rachen können auftreten. Auch die Hornhaut des Auges kann betroffen sein welches zur Erblindung führt. Bei schweren Verläufen wird die Nahrungsaufnahme verweigert, da der Geruchssinn eingeschränkt ist. Zerkleinern und Abschlucken der Nahrung ist mit Schmerzen verbunden. Die Katze wird zunehmend schwächer und stirbt. Überlebt die Katze, bleiben Folgeschäden. Der Katzenschnupfen wird chronisch und bricht in Schüben immer wieder aus. Erblindung, Geschwüre, Polypen, chronische Entzündungen und vieles mehr sind Folgen eines unbehandelten Katzenschnupfens. Die Katze leidet ihr Leben lang. Nur eine frühzeitige Therapie hilft, Folgeschäden zu vermeiden. Um einer Ansteckung vorzubeugen empfiehlt sich die rechtzeitige Schutzimpfung.