Abgeschlossene Projekte

… Abgeschlossene Projekte sind selbstverständlich nie wirklich abgeschlossen, denn auch wenn die entsprechenden Tiere medizinisch behandelt, kastriert und freigelassen wurden, werden sie, zumindest in den allermeisten Fällen, ja weiterhin von uns versorgt. Mit Futter, Wasser und Aufmerksamkeit.

Da die Versorgung der Tiere selbstverständlich auch Geld kostet (und nicht wenig!), sind wir auch bei abgeschlossenen  Projekten immer noch auf eure Unterstützung angewiesen.

Ihr könnt uns Futterspenden zukommen lassen, Decken, Kissen, Höhlen … und besonders gern auch Geldspenden.

IBAN: DE42256900090441116100
BIC: GENODEF1NIN
Volksbank eG Nienburg

Mit einer Zahlung auf das das obige Konto könnt ihr
uns finanziell unterstützen!

Wir freuen uns über jeden Euro.
Bei größeren Beträgen stellen wir gern eine
Spendenbescheinigung für die Finanzbehörde aus!
Bei kleineren Beträgen reicht es, wenn ihr den
jeweiligen Kontoauszug einreicht.

Neudorf – Großprojekt Katzenkastration

Ein neues Großprojekt steht an. 15 bis 20 Tiere wohnen derzeit in Neudorf auf einem für Katzen bestens geeigneten Gelände. Er gibt Wiesen mit Mäusen, ein kleines Waldstückchen und sogar Schuppen, Stallungen und Scheunen mit Stroh. Das einzige, was es nicht gibt sind Futter und Menschen, die sich um diese Tiere kümmern. Das wollen wir ändern. Ein tierlieber Mensch aus Neudorf hat uns um Hilfe gebeten, da sich auf, bzw. an seinem Grundstück ein größere Katzenpoulation gebildet hat. Über mehrere Jahre hatten sich einige Tiere dort angesiedelt, sind geblieben und haben sich vermehrt.

Mittlerweile sind es an die 20 Tiere. Und wenn nun nicht eingeschritten wird, kann man sich vorstellen, in welchem Ausmaß sich diese Gruppe in den nächsten Jahren vergrößern wird. Auch hier ist es wieder so, dass selbstverständlich nicht alle Welpen überleben. Da die Tiere nicht regelmäßig mit Futter versorgt wurden war es sicher nicht vielen Katzenmüttern möglich, ihren Nachwuchs vernünftig groß zu ziehen. Über den Sommer mag das noch halbwegs funktionieren, da es Mäuse usw. zu fangen gibt, im Herbst hatte diese Gruppe nicht einen einzigen Welpen groß genug bekommen, als dass man sie zu sehen bekommen hätte. Ein grauenhafte Vorstellung, dass so viele Katzenbabys verhungern müssen.

Im Sommer, so erzählten uns Nachbarn, müsse man nahezu täglich kleine Katzenkörper von der Strasse kratzen, da diese auf Nahrungssuche und noch unerfahren regelmäßig dem Strassenverkehr zum Opfer fielen. Ein Zustand, der viele Mitbürger beschäftigt und belastet.

Wir werden nun zusammen mit einer hilfsbereiten  und verantwortungsvollen  Nachbarin und dem Grundstückseigentümer die Tiere nach und nach einfangen, kastrieren lassen und sie dann wieder zurück an ihren gewohnten Ort bringen. Dort haben wir für sie bereits eine dauerhafte Futterstelle eingerichtet.

Wenn sich jemand für ein Tier aus dieser Gruppe interessiert, kann er sich gern bei uns melden.Über den Verlauf und den Erfolg unsere Kastrationsaktion werden wir hier in regelmäßigen Abständen berichten.

 

Shy – auf kranken Sohlen

AKTUALISIERUNG: Endlich kann Shy wieder ihre Freiheit genießen. Nach einem halben Jahr Therapie mit verschiedenen Medikamenten hat nun endlich eines geholfen. Die Pfoten sind abgeheilt und zu. Auf allen vier Füssen ist sie zurück in Ihrem alten Zuhause.


An einer unserer Futterstellen war aufgefallen, dass auf einem Kissen/Schlafplatz blutige Flecken hinterlassen wurden. Und das über einen längeren Zeitraum. Nun galt es, festzustellen, wer diese Spuren hinterlassen hatte. Sehr bald erfuhren wir, dass eine der Katzen auf drei Beinen lief. Zunächst vermuteten wir einen Beinbruch, da man so keine blutige Verletzung erkennen konnte. Die Tiere lassen sich ja leider nur aus der Entfernung anschauen. Es war also unklar, ob dieses Tier die Blutspuren hinterließ oder noch eine andere Katze verletzt war. Unsere Kamera kam zum Einsatz. Wir richteten sie direkt auf den Schlafplatz mit den besagten Flecken. Dann war es klar. Die Katze auf drei Beinen war diejenige, die auch die Blutflecken verursachte.  Da diese Katze nicht anfassbar und schon gar nicht in eine Transportbox zu bekommen ist, konnten wir es nur mit der Lebendfalle probieren. Alle möglichen Katzen haben in der Falle gesessen, bloß nicht unser Patient. Es hat zweieinhalb Wochen  gedauert bis wir endlich die Richtige gefangen hatten. Schon in der Falle hatte sie Blut verteilt … schnellsten zum Tierarzt.

Shy bekam sofort eine leichte Narkose um sie anschauen zu können. Was dann zum Vorschein kam war wirklich grausam. Shy hat eine Autoimmunerkrankung. Sie leidet an plasmazellulärer Pododermatitis.

Die Sohlenballen schwellen an und werden rissig. Es kommt zu schmerzhaften Geschwüren und  Sekundärinfektionen. Die Haut unter den Ballen reisst auf. Shy hatte an drei Pfoten keine Haut mehr unter den Ballen. Den am schlimmsten betroffenen Fuß hatte sie bereits nicht mehr benutzt. Aber es blieb ihr ja nichts übrig – die anderen drei Pfoten musste sie einsetzen, trotz wahrscheinlich entsetzlicher Schmerzen. Woher diese Erkrankung kommt, weiss man nicht genau.

 

Shy ist nun in unserer Obhut und bekommt eine Cortisontherapie. Die Pfoten werden wieder zuheilen, allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese Symptome wieder auftreten.  Dann müsste sie erneut mit Cortison versorgt werden. Das macht es für uns schwierig. Denn wieder draussen werden wir ihre Pfoten von unten nicht ansehen können. Auch die Medikamentengabe wird schwierig, da sie ja zusammen mit 18 anderen Tieren lebt, die die „Leberwust“ mit der Tablette auch nicht verschmähen.

Für Shy wäre es eigentlich optimal, wenn sie ein eigenes Zuhause mit Freigang bekäme. Wir suchen für sie einen Tierfreund, der Geduld mit ihr hat und sie so nimmt, wie sie ist. Wie denken, mit der Zeit wird auch sie sich an den engen Kontakt zum Menschen gewöhnen. Hier sind Leute mit Katzenverstand gefragt, die sie im Auge haben, aufmerksam sind und ihr, wenn es notwendig wird, die medizinische Versorgung zukommen lassen.

Wenn ihr Shy und uns helfen möchtet, meldet euch gern bei uns telefonisch oder per Email.

 

 

 

 

Tierschutz, Kastration, Kastrationspflicht, Streunerkatzen, Katzen

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