NOTFALL • EILT

Hier geht es um eine Gruppe Katzen und Katzenkinder aus Linsburg. Seit mehr als einem Jahrzehnt wurden an der „Fundstelle“ Katzen gefüttert und vermehrt und leider auch auf brutalste Art und Weise dezimiert. Jetzt konnten sie nicht mehr mit „Futter“ versorgt werden und wurden einfach zurückgelassen – ihrem Schicksal überlassen.

Einige der Tiere, sie werden aktuell von einer älteren, sehr sehr netten Dame mit unserem Futter versorgt. Die Tiere sind auf der Suche nach Nahrung bei ihr vor der Tür gestrandet und zum Glück hat sie nicht einfach weg geschaut, sondern sich gemeldet! Sonst wären diese Katzen vermutlich demnächst einfach verhungert.

Ohne Unterschlupf, der wurde abgerissen, und ohne Nahrung. Es sind wohl insgesamt an die 10 Tiere, die hier übrig geblieben sind. Jungtiere vom Herbst sind auch dabei. Die ganze kleine „Bande“ ist sehr vorsichtig. Kein Wunder, wurden sie doch zumeist überall verscheucht. Aber sie sind neugierig und bleiben sitzen wenn man ihnen gut zuredet, sich langsam bewegt und wenn man ihnen zuzwinkert, zwinkern sie zurück! Die örtlichen Tierheime möchten die Tiere leider nicht aufnehmen. Es werden dort nur zahme Katzen aufgenommen. Nun haben wir ja leider begrenzte Möglichkeiten (2 Pflegestellen, die leider voll sind) und sind nun dringend auf der Suche nach einem, mehreren Zuhause für diese Gruppe.

Die Falle steht schon bereit. Die Tiere müssen eingefangen werden und brauchen dann aber für danach ein sicheres Zuhause. Wir können sie nicht einfangen ohne zu wissen wohin wir sie dann geben können. Es ist leider immer wieder das gleiche Dilemma. Es feht an einem Tierheim, welches sich auch und gerade für solche armen Wesen öffnet. Sicher ist es nicht einfach, diese Tiere schnell und gut zu vermitteln – aber einfach ignorieren kann man sie ja auch nicht. Diese Gruppe ist leider kein Einzelfall. Die Städte und Gemeinden sind in der Pflicht alle Fundtiere aus dem Zuständigkeitsbereich ordnungsgemäß zu „verwahren“. Nur leider haben viele Behörden gar keine Möglichkeiten, weil es eben keine Tierheime gibt, die diese Tiere aufnehmen. Vor Jahren noch hat man diese Katzen einfach den Wildtieren zugeordnet und brauchte sich aus dem Grund nicht zu kümmern. Nun ist die Rechtssprechung zum Glück eine andere. Auch diese Katzen (die eben NOCH nicht zutraulich sind, weil sich niemand gekümmert hat) müssen untergebracht werden. Und nun haben die Behörden kaum bis keine Möglichkeiten. Die Tierheime im Landkreis Nienburg sind allesamt in privater Hand und darum können sie ihre Vertragsbedingungen so stellen, wie es für sie eben passt und am besten ist. Das heisst für diese Tiere aber leider – DRAUSSEN BLEIBEN. Wenn es in Zukunft nicht massiven Druck aus der Bevölkerung gibt, wird sich an dieser Situation wohl auch so schnell nicht ändern.

Es gibt auch keine wirklich schönen Bilder, sondern nur „Wildtierkamerabilder“. Es eilt sehr, da die Tiere dort nicht bleiben können. Auch ein Resthof, Pferdehof, landwirtschaftlicher Betrieb wäre ok … es muss nur klar sein, dass sie erst einmal einen sicheren Raum brauchen wo sie ankommen können und ihr neues Revier akzeptieren können. Heißt, sie müssen festgesetzt werden. Sicher! Und es sollte sich natürlich in Zukunft um sie gekümmert werden, Futter, Parasitenbehandlungen und wenn nötig den Tierarzt. Wir sind eigentlich ziemlich sicher, dass alle über kurz oder lang sehr zutraulich werden.

Sie werden natürlich nur kastriert abgegeben.

Vollkommen ausgehungert verschlingen sie alles was man ihnen anbietet. Aus Angst vor erneutem Hunger wird der Bauch gefüllt bis er kugelrund ist. Und das ist eine ganz aktuelle Szene aus Deutschland. Keine Aufnahmen aus dem Mittelmeerraum … es passiert hier, bei uns.
Die Katzen sind sehr zierliche und kleine Tiere. Allesamt bildhübsch anzusehen und mit ein wenig Geduld und Spucke werden sie bald merken, wie toll es ist ein sicherers liebevolles Zuhause zu haben und immer ausreichend zu essen.
Die Jungtiere sind jetzt wohl ca. 16 Wochen alt. Die Mütter sind tatsächlich unwesentlich größer als ihre Kinder und wir vermuten, auch nicht sehr viel älter. Ein langes Leben hat sicher keine der Katzen vormals gehabt.