Nimmerland

hook

Es sind vier, mittlerweile ca. drei Jahre alte, Katzen und Kater, die an einem Aussenstall leben. Zwei Schwarze und zwei Getigerte. Man hat sie dort als Katzenwelpen hin verbracht, damit sie den Hof von Mäusen frei halten sollten.

Das ist natürlich nicht ausreichend. Eine, bzw. sogar vier Katzen können sich allein von der Jagd auf einem so kleinen Gebiet nicht ernähren. Sie sind auf menschliche Unterstützung angewiesen. Man muss sich hierbei einmal vor Augen halten, dass eine echte Wildkatze um die neun Quadratkilometer Revier benötigt um sich und ihren Nachwuchs durchzubringen. Das ist viel. Einer Hauskatze muten wir allerdings zu, auf engstem Raum, mit etlichen Artgenossen, genau das zu vollbringen. Eine Utopie!
Zwei der vier Katzen haben wir bereits eingefangen und kastriert.
Einen Kater (Hook) und eine Katze (Tinkerbell). Die Katze hatte auch in diesem Jahr wieder Nachwuchs. Mindestens drei Katzenbabys. Das kann man deutlich erkennen  an den „besaugten“ Zitzen. Ein kleines Kätzchen muss eine Zeit durchgehalten haben, denn die eine Zitze war deutlich länger gesaugt worden.
Letztendlich hat die Katzenmutter wieder alle ihre Kinder verloren. Keines ist mit ihr an der Futterstelle aufgetaucht. Vermutlich sind sie  Wildtieren zum Opfer gefallen oder waren krank oder sind schlichtweg verhungert. Mindesten drei bis vier Würfe hat diese Katzenmutter in ihrem Leben schon geboren. Nie hat sie ihre Kinder großziehen können. Das ist auch für eine Tiermutter furchtbar.

tigerlilli

Auch das ist Leiden, welches sich verhindern lässt. Durch konsequente Kastration. Zwei Tiere (wir haben sie Smee und Tigerlilli getauft) müssen noch eingefangen und kastriert werden.  Mit großer Wahrscheinlichkeit ist eines dieser Katzen noch ein weibliches Tier. Auch von dieser Katzenmutter ist über die Jahre nicht ein einziges Katzenkind groß genug geworden, als dass es überleben konnte.

Diese vier Tiere bleiben dort an ihrem gewohnten Standort. Sie dürfen dort in eine Scheune, wo sie vor Wind und Wetter geschützt sind. Wir haben ihnen Schlafplätze mit Stroh und Decken eingerichtet und eine dauerhafte Futterstelle versorgt sie nun rund um die Uhr mit ausreichend Nahrung.

Um Nachwuchs, der nie erwachsen werden darf, müssen diese Tiere sich nun nicht mehr sorgen.