Linda – endlich eine Diagnose

An dieser Stelle wollen wir uns ganz, ganz herzlich für die vielen Spenden bdanken, die bei uns eingegangen sind, damit wir der kleinen Linda helfen können. Es geht uns immer wieder das Herz auf, wenn wir sehen, dass es so vielen Menschen nicht egal ist, was mit einem kranken Tier passiert.

cof

Also, im Namen von Linda:
VIELEN, VIELEN DANK!!!!

Dank der Spenden konnten wir mit Linda in die Tierklinik nach Posthausen fahren. Dort wurde sie von einer Fachtierärztin, einer Neurologin, gründlich untersucht. Die Untersuchung mittels Computertomograhphie ist erfolgt und eine Rückenmarkspunktion wurde ebenfalls durchgeführt.
Auf den Bildern war nun deutlich zu erkennen, was für die neurologischen Störungen der Katze verantwortlich ist. Linda hat eine recht große Läsion am Großhirn. Das heisst, ein Teil des Hirngewebes, was sich dort befinden sollte, ist untergangen, also verschwunden. Anstelle des Gewebes hat sich dort Flüssigkeit gebildet, die man als dunklen Schatten gut erkennen kann.

Man kann die Ursache nicht zu 100 % benennen, aber am wahrscheinlichsten ist ein Trauma, also ein Schlag auf den Kopf, für die Läsion verantwortlich. Vielleicht war es aber auch ein Infarkt, also ein Schlaganfall, wie wir Menschen ihn auch bekommen können.
Die Folgen bleiben die gleichen. Das Hirngewebe, welches beschädigt wurde, stirbt ab oder vernarbt. Und mit dem Gewebe gehen natürlich auch die Funktionen, die dieser Teil des Gehirns gesteuert hat, verloren.

Linda ist auf dem rechten Auge blind. Das Linke sieht noch, wie viel kann man nicht genau sagen. Motorisch ist sie auf der rechten Seite ebenfalls ein wenig eingeschränkt. Heisst, ihre Beine und Füße arbeiten rechts etwas langsamer als links. Weil das Gehirn auf der einen Seite verletzt ist, hat sie auch auf einer Seite Störungen. Und auch das Drehen über die linke Seite hat dort seine Ursache.

Allerdings, und das merken wir jeden Tag, kann Lindas Gehirn den Wegfall des Gewebes kompensieren. Es lernt, wie bei einem Schlaganfallpatienten auch, sich neu zu vernetzen. Die Aufgaben übernimmt ein anderer Teil des Gehirns.

Die Diagnose ist zwar zunächst wirklich furchtbar, denn wir hatten natürlich gehofft, man könne einfach etwas entfernen und alles ist wieder gut. Aber wenn wir Linda beobachten, merken wir, dass es wirklich zunehmend besser wird. Ohne eine große Operation.

Einige Einschränkungen wird sie vermutlich immer haben, aber sie ist munter und aktiv. Sie springt und klettert wieder und lernt mit einer enormen Geschwindigkeit, mit den Einschränkungen umzugehen.  Manchmal merkt man ihr überhaupt nichts mehr an.

Sie zeigt sehr deutlich, dass sie leben und am Leben teilhaben möchte. Sie wird nicht mehr ohne Aufsicht nach draussen gehen können, aber es wäre für Linda ein Traum, wenn sie einen kleinen Garten hätte und eine liebe Familie oder eine Person, die sich mit ihr beschäftigt.

Wir suchen für sie eine Pflegestelle. Wir übernehmen für Linda alle Tierarztkosten und auch die Futterversorgung. Alles, was wir uns wünschen ist, dass Linda ein schönes und behütetes Leben führen kann.  Wer Interesse hat, meldet sich gern bei uns. Wir geben sehr gern weitere Auskunft und wer möchte, kann Linda auch herzlich gern besuchen kommen.

Wir werden über Linda auch weiterhin hier berichten.
Bis dahin,  noch einmal ganz lieben Dank an alle Unterstützer.