Felix … hat hoffentlich bald mehr Glück!

Felix ist ein ca. zwei Jahre alter schwarzer, wunderschöner junger Kater, den ein übles Schicksal ereilt hat. Nach einer unbehandelten Augenverletzung hat sich direkt auf dem Auge eine Wucherung gebildet. Durch Bakterien kam es zu einer Entzündung und hat dieses Gebilde wachsen lassen. Damit kann er natürlich so nicht draussen herumlaufen. Denn das Auge schließt nicht mehr,  und es bereitet ihm große Schmerzen. Wahrscheinlich ist das Auge bereits erblindet. Es bleibt traurigerweise wohl nichts anderes übrig, als das Auge zu entfernen.

Bei Tieren wird die Augenhöhle nach der Enukleation verschlossen, also zugenäht, damit keine Keime ins Augeninnere eindringen können. Mit einem Auge kann Felix natürlich leben, aber, man stelle sich mal vor, wie es ist, wenn man als Katze das dreidimensionale Sehen verliert! An Mäusejagen ist nicht mehr zu denken. Und auch das Sprungverhalten ist beeinträchtigt.  Felix muss erst einmal lernen, die Distanzen richtig einzuschätzen. Alles nicht so einfach, wenn man ohne Hilfe allein draussen zurecht kommen soll. Eigentlich nicht möglich. Felix hat Glück gehabt, er bekommt natürlich in der Zukunft Futter von uns und wir werden ein „Auge“ auf ihn haben. Vielen anderen „wilden“ Katzen in solch einer Situation wird nicht geholfen.

Wäre Felix ein normaler Hauskater, der in menschlicher Obhut aufgewachsen wäre, also zahm und händelbar, hätte man sein Auge höchstwahrscheinlich retten können. Wieder eine schreckliche Bestätigung für uns, dass es unbedingt notwendig ist, alle Freigänger kastrieren und registrieren zu lassen. 

Felix vor seiner Augenverletzung und nachdem wir sein Auge entfernen lassen mussten. Den Anblick der Verletzung und der
Wucherung auf dem Auge wollen wir euch hier ersparen.

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