Es ist viel Passiert …

Leider können wir nicht behaupten, dass es nur schöne Dinge waren, die uns im Frühjahr und Sommer 2019 beschäftigt haben. Über einiges wollen wir hier berichten:

Wir mussten unseren Anton einschläfern lassen. Er hatte einen Tumor im Bauch, der nicht mehr zu operieren war. Anton war irgendwie schon immer eines unserer Sorgenkätzchen gewesen. Er ist leider nur 5 Jahre alt geworden. Zumindest sind wir sicher, dass diese Jahre schön und lebenswert für ihn waren.

Der wunderschöne Anton war immer ein Sorgenkater. Schon mehrfach musste er wegen Verletzungen und Erkrankungen behandelt werden. Wir konnten ihm leider nicht mehr helfen.
Wir sind sehr traurig, dass er so früh sterben musste. Er war ein toller Kerl.

Von fünf weiteren Tieren mussten wir uns verabschieden. Krankheiten und Alter forderten ihren Tribut. Der Gang zum Tierarzt und das Treffen der Entscheidung ein Tier für immer gehen zu lassen ist wohl mit das Schlimmste in der Tierschutzarbeit. Man hängt an jeder einzelnen Katze und für alle wurde das allermöglichste getan und versucht. Es klappt leider nicht jedes mal.

Den süßen Blue konnten wir bis zum heutigen Tag nicht finden. Er scheint spurlos verschwunden zu sein. Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass ihn vielleicht doch jemand aufgenommen hat und er irgendwann heil und munter zu seiner Familie zurück kann.

Findus musste einige Tage in Gefangenschaft aushalten – glücklicherweise hat er sich schnell erholt und konnte wieder in die Freiheit.

Unfälle gab es natürlich auch wieder … Findus hatte Glück im Unglück. Er kam humpelnd und wirklich krank zurück an die Futterstelle. Er benutzte das rechte Bein gar nicht. Es sah aus, als ob es nicht dazugehören würde. Das Schnäuzchen hatte auch etwas abbekommen. Vermutlich ein Autounfall. Immerhin – er lebte. Das schaffen lange nicht alle Katzen, die Kontakt mit Autos hatten.
Es hat eine geschlagene Woche und viel Nerven gekostet bis er eingefangen war und zum Tierarzt konnte. Es stand die Amputation im Raum, wenn das Bein nicht wieder benutzt werden würde … begrochen war nichts, es war ein neurologisches Problem …
Nach ein paar Tagen in „Gefangenschaft“ hat es ihm dann gereicht. Er setzte das Beinchen wieder auf und begann wieder auf allen vieren zu laufen. Glück gehabt!!!!

Der wohl allergrößte Glückspilz in diesem Halbjahr ist aber wohl Linda. Sie hat uns (mal wieder) in Angst und Schrecken versetzt. Eigentliche hatten wir keine Hoffnung mehr, dass sie es schaffen kann, aber Linda wäre nicht Linda, wenn sie uns nicht das Gegenteil beweisen würde. Sie ist und bleibt ein kleines Wunder. Mehr zu Lindas Geschichte erfahrt ihr hier.

Linda ist ein kleines Wunder. Es ist eigentlich schier unglaublich, wieviel Leid und Schmerz diese Katze in ihrem jungen Leben schon hat wegstecken müssen und immer hat sie sich durchgekämpft – auch dieses Mal – hoffentlich!!!!
Die vier süßen Kätzchen waren sehr schwach und mager als sie gefunden wurden. Zwei von ihnen waren sogar verletzt. Für die vier ist es gut gelaufen. Sie haben alle ein schönes Zuhause bekommen. Die Mama musste leider sterben. Die Kastration war zu viel für die geschwächte Katze. Wir waren wirklich schockiert als wir die Nachricht bekamen, dass sie am nächsten Tag tot auf dem Gelände lag.

Ein bisschen Gutes ist aber natürlich auch passiert: wir konnten einige Katzen kastrieren lassen und sie anschließend an Futterstellen in die hoffentlich gute Zukunft entlassen. Vier mal erreichten uns Hilferufe von Menschen, die kleine Kätzchen gefunden hatten. Einmal waren es sechs kleine Fellknäuel von fünf Wochen und beim zweiten mal ein Wurf von fünf erst zwei Wochen alten Katzenkindern. Der dritte Fall war schlimm. Fünf Wochen alte Katzenbabys wurden einfach so in einem Graben in der Feldmark entsorgt. Sie hatten ganz großes Glück, dass sie überhaupt gefunden wurden und noch mehr Glück, dass sie beim Finder ein tolles Zuhause gefunden haben. Der vierte Fall endete für vier Katzenkinder wiklich gut, leider ist die Mutter an den Folgen der Kastration gestorben. Sie war scheinbar zu schwach um die Narkose und die OP zu verkraften. Das war wirklich furchtbar traurig und tragisch, sie war selbst erst ein halbes Jahr alt. Die vier Kinder haben alle ein schönes Zuhause gefunden.

Diese sechs kleinen Goldstücke wurden von der Mutter nicht mehr versorgt. Zum Glück hat sich nach einigem Hickhack eine gute Lösung gefunden und die Kinder konnten im Tierheim Hodenhagen aufgenommen und versorgt werden. Vielen lieben Dank dafür!!

An dieser Stelle möchten wir uns sehr beim Tierheim Hodenhagen bedanken, das in zwei Fällen eingesprungen ist und die kleinen Katzen aufgenommen und bestens versorgt hat.

Diese beiden Racker hatten unglaubliches Glück, dass sie im Graben gefunden wurden und nun auch noch ein so schönes Zuhause haben.

Auch möchten wir an dieser Stelle darum bitten, nicht die Flinte ins Korn zu werfen, wenn ihr hilflose Tiere gefunden habt und sich niemand bereit erklärt, diese aufzunehmen. Ein Finder hat das Recht seinen Fund abzugeben. Dieser muss dann ordnungsgemäß verwahrt werden. Wendet euch immer an die zuständige Ordnungsbehörde. Diese Behörde wird in der Regel weiterhelfen und dafür sorgen, dass der Fund gut versorgt und verwahrt wird.

Bei Fragen könnt ihr euch an uns wenden. Wir werden immer versuchen eine Lösung zu finden und euch gerne weiterhelfen, wenn es Schwierigkeiten gibt.

Einen kleinen Einblick in das Tun des Vereins Glückskatzen im vergangenen Halbjahr habt ihr nun bekommen. Wir hoffen, dass ihr uns (weiterhin) untersützt und aufmerksam bleibt, wenn es um hilfsbedürftige Tiere geht.