Es ist geschafft …

Unser quirliger kleiner Kater ist operiert und wieder zuhause. Am Mittwoch, ganz früh am Morgen (5 Uhr) haben wir ihn in seiner Pflegestelle abgeholt. Da es draußen noch dunkel war und ja eigentlich für alle noch gar keine Aufstehzeit, hat er es sich schnell in seiner großen Reisebox gemütlich gemacht und die lange Anfahrt nach Ahlen mehr oder weniger „verschlafen“ …

Dort angekommen hat man sich sofort um den Kater gekümmert und er war der erste Patient an diesem Tag, der operiert wurde.

Gegen 12 Uhr am Mittag wurde uns Bescheid gegeben, dass Benny die Operation gut überstanden habe und er auch schon wieder wach wurde. Um 16 Uhr sollten wir ihn abholen.

Das haben wir selbsverständlich so gemacht und waren pünktlich an der Klinik. Der Chirurg hat uns ausführlich über den Verlauf der Operation berichtet. Es war nicht ein Polyp, sondern gleich zwei, die sich da gebildet hatten. Der eine saß im Rachen und war optisch wohl ein eben sehr typischer Polyp, mit Stiel usw… und der andere, im Ohr, eher untypisch. Der Arzt sagte uns, es sei entzündetes Gewebe gewesen, welches so porös war, dass es bei Berührung zerfallen sei. Diesen Polypen konnten sie nur ausschaben weil keine „Wurzel“ zu erkennen war. Die Vermutung war, dass sich der Polyp im Rachen wegen des Gewebes, der Entzündung im Ohr gebildet hatte …

Alle beide Polypen konnte der Chirurg endoskopisch entfernen. So, wie wir uns das erhofft hatten! Benny ist um eine Bullaosteotomie herum gekommen. Wir sind dem Chirurgen sehr dankbar, dass er unseren kleinen Kater operiert hat und versucht hat, die ganz große OP abzuwenden. Das Gewebe wird nun noch pathologisch untersucht. Wir hoffen nun für unseren kleinen Patienten, dass das Kapitel Ohrpolyp damit für immer abgeschlossen bleibt!!

Ein großes DANKESCHÖN an alle Spender von unserem so tapferen Benny. So munter war er bereits wieder als er aus Ahlen zurück war. Hätte man die große Operation durchführen müssen, hätte das sicher anders ausgesehen. Wir drücken ihm alle Daumen, dass nun endlich alles vorbei ist.

Wieder zuhause angekommen war Benny inzwischen wieder hellwach und voller Tatendrang!!! Am nächsten Tag schien alles vergessen zu sein … er spielte, als sei nie etwas gewesen und seinem immer noch sehr großen Appetit hat das Ganze auch nicht geschadet. Im Gegenteil 😉

Es ist wirklich unglaublich, was dieses kleine Wesen so alles wegsteckt. Er ist nie nachtragend und trotz aller Widrigkeiten, Schmerzen und Angst voller Lebensfreude. Wir wünschen ihm sehr, dass er nun endlich in ein Leben ohne Krankheit starten kann. Wir denken, dass er schon ganz bald mit allen Therapien durch ist und dann endlich sein Zuhause finden kann.
Wer sich für Benny interessiert, kann ihn auch jetzt schon kennen lernen. Er freut sich über jeden Besuch!

Die Versorgung und Behandlungen von Benny hätten wir nicht leisten können, gäbe es da nicht die vielen Tierfreunde, die uns dabei geholfen haben. Bennys schlimme Geschichte hat so viele Herzen berührt, dass wir mit dem gespendeten Geld seine Operationen und die Nachsorge gut bezahlen können. Wir bedanken uns im Namen unseres Schützlings ganz herzlich für die Anteilnahme an seinem Schicksal und die vielen großzügigen Spenden.

Dieser kleine Fratz war furchtbar krank und wäre ohne die Hilfe seiner Retterin gestorben. Er war so voller Flöhe, dass es ihn beinahe das Leben gekostet hätte. Eines seiner Geschwister lag bereits tot im Stroh, ein anderes ist kurz nach seiner „Rettung“ gestorben. Er ist inzwischen vermittelt. Das kleine rote Etwas ist zu diesem Zeitpunkt noch so jung, dass er mit der Flasche großgezogen werden musste. Alle zwei Stunden trinken und vor allen Dingen die Verdauung in Gang halten. Das war wirklich eine Meisterleistung seiner Pflegerin, dass sie es geschafft hat, den kleinen Kater durchzubringen. An die Geschwister kamen wir nicht dran. Sie waren im Bullenstall versteckt. Wir können nur hoffen, dass sie überlebt haben. Um diese schlimmen Schicksale zu verhindern, muss die Anzahl der Katzen dort drastisch verringert werden. Das heisst, alle Katzen müssen kastriert werden und möglichst viele, besonders die jetzt Geborenen, sollten dort verschwinden und ein Zuhause finden.
So sieht der kleine Kater heute aus. Der Katzenschnupfen, den er vermutlich auch nicht überlebt hätte, ist gut behandelt worden und im Griff. Er frisst inzwischen ganz gut alleine und auch der Toilettengang klappt inzwischen ganz gut. Wo er und Benny herkommen, gibt es aber leider noch zu viele Tiere, die auch Hilfe brauchen. Vor allem ein Zuhause.

Das nächste Ziel ist nun, Bennys Familie zu helfen. Benny hat eine sehr große Katzensippe auf dem Hof zurück gelassen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass möglichst viele ein neues, eigenes Zuhause finden und vor allem werden wir dort eine große Kastrationsaktion durchführen. Wir rechnen aber damit, dass es jetzt im Herbst noch einmal einen „Schwung“ Katzenkinder geben wird. Viele weibliche Katzen sind derzeit hochtragend oder haben bereits ihren Herbstwurf geboren. Es sind schon einige der jungen Tiere vermittelt worden, aber leider längst nicht genug. Auch hier kann sich jede/r gern melden, der Interesse an diesen Tieren hat.