Der Herbst treibt es wieder bunt …

Wie fast in jedem Jahr kommt das „Dicke Ende“ zum Schluss. Momentan tauchen an allen Ecken meist junge Katzen auf, sie bleiben eine Weile und wenn wir Pech haben, sind sie schon wieder weitergelaufen, bevor wir sie einfangen konnten …
Die Jungspunde vom vergangenen Herbst sind inzwischen auf Wanderschaft. Mutti hat neuen Nachwuchs um den es sich zu kümmern gilt, die „Großen“ müssen alleine zurecht kommen. Es ist wirklich nicht zu fassen, wie viele Katzen trotz der unzähligen Kastrationsaktionen durch uns, andere Vereine und Menschen immer noch unterwegs sind.

Und nach wie vor haben all diese Tiere irgendwo ihren Ursprung. Irgend ein Mensch hat es nicht nötig gefunden, sich um sein Haustier und deren Nachkommen entsprechend zu kümmern – das dürfen nun andere erledigen. Vielen Dank dafür!

Die, die am allerwenigsten für diese Situation können sind die Tiere. Die laufen nun ohne Heim und Herd in der Gegend herum und müssen zusehen, dass sie irgendwo einen Platz finden, der ausreichend Schutz und Nahrung zum Überleben bietet. Einige werden es hinbekommen, andere nicht.

Besonders krass ist ein Fall, der nur durch Zufall ans Licht kam … Mitten im Nirgendwo, im Wald von Rodewald u.B., kreuzte eine schwarze Katze mit weißen Pfoten die Straße – gerade in dem Augenblick, als ein Anwohner mit dem Auto entlang kam. Dieser Anwohner gab uns diese Information freundlicherweise weiter … Eine Futterstelle und eine Kamera brachten den Beweis:

Ein ganze Katzenfamilie lebt tatsächlich im Wald, fernab von jeglicher Bebauung. Schon nach zwei Tagen hat „Mutti“ das Futter und das Wasser gefunden und bereits am dritten Tag war das Vertrauen so groß, dass sie ihren Nachwuchs mitgebracht hat. Alle drei zeigen sich seither höchst erfreut über das Futterangebot und vor allem auch während der großen Hitze über das Wasser.

Immer wieder taucht die kleine Familie an der Futterstelle auf und oft bleiben sie eine Weile, putzen sich, spielen zusammen oder ruhen sich aus – bis sie dann alle drei wieder im Wald verschwinden.

Wir sind gerade dabei, für die kleine Familie ein geeignetes Zuhause zu finden. Dann werden wir sie einfangen und hoffentlich damit das Ende der Waldkatzen einläuten …

Wie immer … wer Interesse an „unseren“ kleinen Wilden hat, uns unterstützen möchte, sich als Pflegestelle einbringen kann … melde sich herzlich gern bei uns!