Augen auf beim Abschließen!!

Hier kommt ein Apell an alle – an jeden, der einen Schuppen, eine Garage, eine Hütte oder Stall sein eigen nennt, oder ein solches Gebäude  betreut.

Anlass ist ein wirklich grauenhafter Fund. Nachdem ein Stallgebäude einige Wochen nicht betreten wurde, fand man den schon zersetzten Körper einer Katze dort drinnen. Aufgefallen war es auch jetzt nur, weil es unangenehm gerochen hat …

Der junge Kater (ein kastrierter Streuner von uns, der in der Nähe seine Futterstelle hat) hatte sich wohl in dem Stallnebengebäude ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen gesucht. Da der Stall eigentlich immer offen war und die Katzen jederzeit rein und raus konnten, war der Platz hervorragend als Schutz- und Ruheplatz geeignet.

Als die Pferde, die sonst im Stall leben, auf eine Aussenweide gebracht wurden, hat man den Stall verschlossen – leider unbemerkt von unserem Kater Bluto.

Er konnte nicht mehr raus. Bei den aktuellen Temperaturen ist er vermutlich relativ bald verhungert und verdurstet. Ein grausamer Tod. Da wir unsere scheuen Streuner ja nicht überwachen können und nur gelegentlich Stichproben mit Kamera durchführen, hat ihn natürlich auch niemand so schnell vermisst.
Noch ein Grund mehr, die Zahl der Katzen ohne Zuhause zu minimieren. Man findet nur ein Tier wieder, welches man auch sucht … und man sucht nur ein Tier von dem man weiss, dass es verschwunden ist …

Unser Apell: Bitte, bitte, schaut immer nach, bevor ihr ein Gebäude, welches sonst immer oder für eine längere Zeit offen gestanden hat, verschließt, ob ein Tier sich dort versteckt hält … Katzen, Igel und viele andere Tier suchen solche Plätze als Schutz vor Regen, Feinden usw.

Und noch ein Hinweis: ein scheues Tier (Katze) wird sich nicht zeigen, wenn ein Mensch kurz die Tür aufmacht und hineinschaut. Wenn man ein einsperrtes, oder vermeintlich eingesperrtes Tier aus einem Schuppen lassen möchte, muss man die Tür für eine längere Zeit (zwei Stunden) offen stehen lassen und sich entfernen.

Eine scheues Tier wird erst dann aus seinem Versteck kommen, wenn es der Meinung ist, dass es sicher in die Freiheit gelangen kann. 

An Halter, die ihre Katze suchen: Bittet eure Nachbarn, ihre Garagen und Schuppen eine zeitlang offen stehen zu lassen, damit das verängstigte Tier nach draussen gelangen kann. Ganz oft ist so, dass „verschwundene“ Katzen sich in der Nähe aufhalten und vielleicht irgendwo festsitzen.

Wir hoffen, dass unser Apell ein bisschen helfen kann, dass solch schrecklichen Funde nicht mehr vorkommen.

Wir sind sehr traurig, dass der kleine Bluto sterben musste… eigentlich sollte sein Leben nun endlich gut werden …