Antons Bissverletzung

Anton hat sich scheinbar mit einem Artgenossen angelegt. Dabei hat  er sich eine Bissverletzung zugezogen. Das „gemeine“ an Bissverletzungen bei der Katze ist a) man kann sie durch das Fell sehr schlecht erkennen und b) man bemerkt sie meist erst dann, wenn sich ein Abszess daraus entwickelt hat.

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Dadurch, dass die Katzen sehr spitze Zähne haben, durchdringen sie die Haut der „Gegner“ sehr schnell und auch recht tief. Die obere Hautschicht verschließt sich wieder und darunter beginnen die Keime und Bakterien dann zu arbeiten –  ein eitriger Abszess entsteht. Das ist für die Katze sehr schmerzhaft. Aus dem Grund kratzen und lecken sich die Tiere dann unter Umständen an der Stelle. Erleichterung gibt es erst dann, wenn der Abszess gespalten, also eröffnet wird und der Eiter abfließen kann.

In den meisten Fällen hat die betroffene Katze Fieber. Ein Abszess kann im schlimmsten Fall zu einer Sepsis, also Blutvergiftung führen. Jedem Katzenhalter ist anzuraten, eine Bissverletzung gut zu beobachten und bei Anzeichen einer Entzündung sofort den Tierarzt aufzusuchen.

Da wir unsere halbwilden Freunde natürlich nicht unter ständiger Beobachtung haben können und Katzen sich auch gern bei Schmerzen und Krankheiten zurückziehen, ist uns die Bissverletzung bei  „unserem“ Anton auch erst aufgefallen, als der Abszess schon aufgegangen war. Er bekommt nun Schmerzmittel und Antibiotikum. Das hat auch schon gut geholfen.

Glück gehabt!

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